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Tübinger Brasilien-Exkursion 2010 and 2009

Geländeübungen zu tropischer Biodiversität in Brasilien

Es geht weiter!

21. März 2009 von brasilienexkursion

Eine Woche zwischen Exkursion und Praktikum

Während wir Studierende uns eine Woche von uns und den Strapazen der
vierwöchigen Exkursion erholen können, bereitet Dr. Radtke in Porto
Alegre das dreiwöchige Geoökologische Praktikum vor, das wir am
Sonntag, den 22.3., auf dem Planalto das Araucárias, dem
Araukarienwald-Plateau, in der Forschungsstation auf Pró-Mata beginnen
werden. Weiterlesen »

Tropengewitter und pflanzliches Delirium im Botanisches Garten von Rio de Janeiro
15. März 2009 von brasilienexkursion  

Dem Himmel nahe, Corcovado in den Wolken. (Foto: RR)

Rio sehen und sterben! So heißt es nun mal. Wir haben uns jedoch ausschließlich auf Ersteres beschränkt. Am Freitag, den 13.,  ging es dann nach Rio de Janeiro, dem letzten Ziel der vierwöchigen Exkursion. Auf der Strecke dorthin kommen wir an einem Denkmal von Santos Dumont und einem Nachbau seines Flugzeuges, vielleicht des ersten, das wirklich aus eigener Kraft fliegen konnte, vorbei. Weiterlesen »

Minasbarock und brasilianische Unabhängigkeit in Tiradentes
15. März 2009 von brasilienexkursion

Wir hatten den Mähnenwolf während drei unserer vier Nächte im Kloster zu Gesicht bekommen. Nun galt  es auf dem Weg von Caraça nach Rio de Janeiro sich einen Tag lang einmal nicht biologisch, dagegen aber kulturell zu bilden. Das schadet nun wirklich niemandem, fiel aber einigen von uns nach dreieinhalb Wochen Wildnis doch schwer. .
Erster Halt war Ouro Preto (schwarzes Gold), die wohl schönste Kolonialstadt Brasiliens. Früher Vila Rica (Ort der Reichen) genannt, war dieser Kleinod Hauptstadt des vom Bergbau (Gold und Diamanten) geprägten Bundeslandes Minas Gerais, heute ist sie Weltkulturerbe. Wir besuchten das Bergbaumuseum mit der weltweit größten Mineraliensammlung.
Nächster Stopp war Congonhas do Campo mit seiner für Brasilien sehr barocken Basilica Bom Jesus de Matosinhos, mit unzähligen Skulpturen des berühmten Künstlers Aleijadinho und Gemälden seines Zeitgenossen Athaíde (s. Exkursionsbericht 2007). Eins seiner bedeutendsten Gemälde hängt in der Klosterkapelle in Caraça.
 

Die Basilica Bom Jesus de Matosinhos in Congonhas do Campo (Foto: KSS)

 

Botanisches von der zoologischen Exkursion
13. März 2009 von brasilienexkursion

 

(Binder, Fiebig, Koltzenburg) - Vier Wochen Exkursion sind eine lange Zeit. Neben dem Schwerpunkt Zoologie bleibt dabei genügend Zeit für Exkurse in die Geologie und Landeskunde Südamerikas und dieses Mal speziell in die Botanik. Wir haben das Glück, dass dieses Jahr neben Michael Koltzenburg zwei MitarbeiterInnen des Botanischen Gartens Tübingen dabei sind: die Technische Leiterin des Gartens, Brigitte Fiebig, und der Obergartenmeister Andreas Binder.

 

Die Brasilienexkursion im brasilianischen Fernsehen
11. März 2009 von brasilienexkursion 
 

 

Für ein Interview wird auch schon mal ein frisches Hemd hervorgeholt. (Foto: SI)

Wie jedes Jahr ruft die Tübinger Brasilienexkursion das Interesse der Medien in Deutschland und Brasilien hervor. Heute war es wieder mal so weit. Der junge Fernsehkanal TV Justiça, der bei uns Phoenix entspricht, zeichnete eine Reportage über das Kloster auf. Unsere Exkursion war dabei eine willkommene Bereicherung für das TV-Team, und Dr. Radtke wurde über das wie und was der Lehrveranstaltung interviewt. Die 10 minütige Sendung wird brasilienweit ab dem 20.3. ausgestrahlt werden.

Kloster Caraça – wo der Mähnenwolf zum Stinktier wird
11. März 2009 von brasilienexkursion

(RR) Nach 34 Stunden Busfahrt (!) sind wir von Bonito aus über Campo Grande in Belo Horizonte im Bundesstaat Minas Gerais und letztendlich im Kloster Caraça angekommen (neu: www.santuariodocaraca.com.br). Hauptgrund, weshalb R. Radtke die Exkursionsteilnehmer hierherführt, ist der Übergang des Vegetationstyps Cerrado in den des Atlantischen Regenwalds. Wie am Rio Cristalino führen verschiedene Pfade durch die Vegetation zu Wasserfällen, Araukarienhainen, einer Kapelle oder einem kleinen Gipfelkreuz. 

Das Kloster vom kleinen Gipfelkreuz. Rechts: Kirchturm mit Araukarie im Vordergrund

Hauptattraktion hier in 1207 m ü. NN ist zudem ein Mähnenwolfpaar mit Jungen, das abends regelmäßig vor der Klosterkapelle auftaucht, wo es Küchenreste vorfindet. Weiterlesen »

JuHe Bonito - Limnologie in kristallklarem Wasser
7. März 2009 von brasilienexkursion

Wie seit Jahren hat der Besitzer der JuHe in Bonito, Luiz Octavio, Ana Paula und Juliane die Aktivitäten unserer nächsten Tage bestens organisiert. 80 Rotgrüne Aras am Araloch und zweimal limnologische Demonstrationen in kristallklaren Flüssen.  

 

Die Temperatur der beiden Flüsse Rio da Prata und Sucuri war eine willkommene Abwechslung zu den hiesigen Bedingungen an der Luft.

Pantanal 2: Fazenda Quatro Cantos
7. März 2009 von brasilienexkursion

(Hella Schmidt) - Nach ständig rapide sinkenden Komfortbedingungen befürchteten wir weiterhin das Schlimmste.
Aber es kommt ganz anders: Ziel der zweistündigen Reise am Morgen des 2. März bei angenehmen 32°C ist die Fazenda Quatro Cantos, die den Eltern unserer Guías (Führer) Pablo und Tiago gehört.
 

Pedros ¨Schuhe¨, die Füsse unseres Guides auf dem Weg zur Fazenda. Foto: RR

Dort erwarten uns tröpfelnde Duschen, Hängematten und Betten inklusive zahmem Großen Ameisenbär. Die Toiletten werden von (gerne urplötzlich ans nackte Bein springenden) Laubfröschen bewohnt – Nach einer Woche Staub das Paradies!

Naturfotografie
6. März 2009 von brasilienexkursion

Am Rio Cristalino trafen wir auf die kanadische Profi-Naturfotografin
Sylvia Dudek (http://www.sylviaphotography.ca/), der wir mit
Begeisterung über die Fotografenschulter schauen konnten. Jetzt, hier
in Bonito verbrachten wir beide Tage am Rio do Prata und am Rio Sucuri
mit dem portugiesischen Profifotografen Carlos Costa. Er schreibt und
fotografiert für die portugiesische Naturfotografiezeitschrift
“Revista Volta ao Mundo” (http://www.voltaomundo.net), in deren
Julinummer wir wohl im Text und mit Foto erscheinen werden. André Turatti, unser Guide aus Bonito, ist ebenfalls ein begnadeter Naturfotograf. - RR

Pantanal 1: Eldorado der Stechmücken
5. März 2009 von brasilienexkursion

Am Morgen des 26. Februar steuerten wir von der Jugendherberge in Campo Grande aus mit zwei Kleinbussen das 300 km entfernte, letzte 24 h Restaurant vor den leeren Ebenen des Pantanals an. 

Grosser Ameisenbär - der Wind, nicht der Fotograf, ist für die Aufstellung der Leute verantwortlich.

Bald wechselten wir auf zwei offene geländegängige Kleinlaster, um endlich in das größte Binnenfeuchtgebiet der Erde einzufahren. Nachdem der Staub der Piste wenige Minuten später die Brillengläser verdunkelt hatte, drängte sich allerdings die Frage auf, wo denn das ganze Wasser geblieben sei. Wegen der außergewöhnlichen Trockenheit hatten wir dieses Jahr das besondere Glück weiter als bei jeder anderen Tübinger Exkursion ins Pantanal vordringen zu können. Weiterlesen »

Brasilien-Zentrum
Baden-Württembergisches Brasilien-Zentrum der Universität
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Araukarienwaldstation Pró-Mata
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25. Februar 2009 von brasilienexkursion

Nach einer durchfahrenen Nacht und einem Buswechsel gegen 04:00 Uhr in der Nacht haben wir heute 25 Stunden Fahrt um 16:00.

 

Hier kann jeder noch einmal die zweckdienlichen Duschen nutzen und nach einem anstaendigen Fruehstueck morgen um 06:00 nehmen wir die letzte Etappe zu unserem Camp im Pantanal mit zwei Kleinbussen und LKW.

Harpiennest
24. Februar 2009 von brasilienexkursion

Nachtrag zur Harpie als Gruß an die Tübingen bezogene Ornithologen-Szene: Kurz vor der Ankunft der Exkursionsteilnehmer, und damit vor unseren zahlreichen Harpien-Sichtungen, konnte Rainer Radtke in der Chapada dos Guimarães nahe Cuiabá einen Prachthaubenadler (Spizaetus ornatus) am Nest mit Jungem beobachten.

 

Foto: Fab

1989 wurde die Tübinger zoologische Exkursion erstmalig durchgeführt, wir feiern also zwanzigjähriges Jubiläum. Erst 2006 konnten die Teilnehmer der Exkursion erstmals eine Harpie beobachten, damals am Nest mit Jungtier. 2007 wurde das Jungtier auf dem Gelände unserer Unterkunft in Alta Floresta gesichtet. Ende 2008 fing das Harpienpaar nach drei Jahren erneut an zu brüten. Heute konnten schließlich alle Studenten beide Harpien am Nest beobachten. Ihr Verhalten lässt darauf schließen, dass das Jungtier vor einigen Tagen geschlüpft ist. Bradley Davis, der 2005/2006 das Adlerpaar durchgehend beobachtete, erläuterte uns zum Abschluss der heutigen Führungen die Ergebnisse seiner Studien. Auf den folgenden Bildern kann man unsere ganz besonderen Eindrücke des Morgens bestaunen.

 

Foto: FM

Hemdenverschleiss unter Extrembedingungen
24. Februar 2009 von brasilienexkursion

Generationen von Teilnehmern der Brasilienexkursionen kennen es – das Hemd, genau dieses Hemd. Jetzt ist es (endlich) kaputt.  RR

Nest aus Leibern
24. Februar 2009 von brasilienexkursion

An der Vogelspinne und ihrer Feindin der “Tarantula Hawk”-Wespe haben wir es gesehen, im Regenwald haben Spinnen und Insekten andere Dimensionen. Das gilt auch für Ameisen. Nachdem die andere Gruppe ein Biwak entdeckt hatte, ein temporäres Nest, das nur aus den Körpern der das Nest bewohnenenden Wanderameisen (Eciton sp.) besteht, machte ich mich am nächsten Tag noch einmal auf die Suche. Über hundert Meter vom Neststandort des Vortags entfernt fand ich eine große Ameisenstraße, folgte ihr ins Dickicht und konnte das Nest tatsächlich unter einer Baumwurzel entdecken. Die Bilder sprechen für sich.

 

Strasse zum Nest (Eciton sp.); Foto: FM

Zoologischer Wahnsinn im Urwald
24. Februar 2009 von brasilienexkursion

Jeden Tag stehen pro Gruppe zwei von der Cristalino Lodge ausgehende Expeditionen an. Fast immer geht es auf einen der Trails in den Wald, einen Ausläufer des südlichen Amazonasregenwaldes. Weil wir uns in der Regenzeit (Dez. – April) befinden, müssen wir uns morgens immer wieder mal gedulden, bis sich der Regen auf ein vertretbares Maß abgeschwächt hat. Auf dem Boot sehen wir vom Cristalino aus Eisvögel, die pfeilschnell von einem Ast ins Wasser stoßen. Die Bäume am Ufer werden von Tukanen, hühnerartigen „Piping Guans“, Aras und Spinnen-, Saki-, Kapuziner- und Brüllaffen bevölkert. Die müssen sich in Acht nehmen, gleich mehrfach sichten wir eine riesige Harpie!!, der Traum vieler Ornithologen, genauso wie der Zickzackreiher. Im Dickicht der Ufervegetation erspäht eine Gruppe sogar unseren ersten Kaiman; in ihrem Nest über dem Wasser sitzen drei verängstigte junge Ibisse mit ihrer Mutter.

 


Foto: RR | MK

Regenbogenboa
21. Februar 2009 von brasilienexkursion

Kaum ist um 5:00 die kurze Nacht vorbei (die einen kamen gegen 23:00 vom Tapir zurück, die anderen von der Geißelspinne (Amblipygi)), präsentieren uns Sebastião und Rainer eine nächtens gefangene Regenbogenboa (Epicrates cenchria), ein wunderschön gefärbtes Tier. Eine kanadische Tierfotografin und wir lichten die Boa über die nächsten Stunden ab, angemessen schön wie das Bild zeigt.

 

Foto: RR

Rio Cristalino
21. Februar 2009 von brasilienexkursion

Die letzte Etappe unserer 52-stündigen Anreise führt uns von Alta Floresta zum Rio Cristalino. Dazu steigen wir zuerst in einen geländegängigeren Bus um und zuletzt in zwei Boote. Wir haben Glück, es ist trocken. Trotzdem hat Alfredo Bedenken, weil es den ganzen Tag davor durchgeregnet hat. Der deutschstämmige Brasilianer ist in den nächsten Tagen einer unserer Führer, der einzige, der sich mit uns auf Deutsch unterhalten kann.
Beruhigend wirkt auf der Schotterpiste der Schulbus vor uns, eher beunruhigend ist es, wenn der Fahrer am Hang in den ersten Gang zurückschalten und das Pedal durchdrücken muss (Stichwort: Feinstaubplakette). Im Unterschied zu den Anfahrten der letzten Jahre geht dieses Mal fast alles glatt bis auf zwei Bäume, die zeitweilig die Piste blockieren. „Sie fallen immer auf den Weg, nie in den Wald nicht“, bemerkt Alfredo und hat so auf seine Art „Murphys Gesetz“ erkannt. Wir steigen in die Boote um, die Rucksäcke bekommen ihr eigenes. Beim Einbiegen in unseren Arm des Flusses wird klar, warum er Cristalino heißt, die Grenze vom schlammfarbenen Rio Teles Pires zum rötlichbraunen klaren Wasser ist scharf und fotogen.
Nach dem eher süßen Frühstück und dem zahnfüllenden Schinken-Käse-Sandwich im Flugzeug bekommen wir nun ein reichhaltiges Mittagessen. Dann werden Mensch und Kleidung im Rio Cristalino gewaschen, für beides ist der Fluss zur gleichen Zeit hervorragend geeignet; die Gespräche im Wasser kreisen um den schmalen mit Widerhaken bewehrten Fisch, der sich gerne in Harnröhren einnisten soll, den Candiru. Nach der langen Reise bleiben wir noch etwas am Wasser, schrecken bald nicht mehr vor den knapp am Kopf vorbei sausenden Fledermäusen zurück und bewundern den prächtigen Sternenhimmel. Das Kreuz des Südens kann unsere kleine Gruppe aus Amateur-Astronomen so nahe am Äquator zuerst noch nicht ausmachen.
Nach dem Abendessen wird wieder gearbeitet. Mit Alfredo geht es durch den nächtlichen Urwald und dann auf einen Hochstand. Wir warten auf einen Tapir, der an dieser Stelle gerne die Salze vom Boden aufleckt. Glühwürmchen fliegen vorbei und die Geräuschkulisse des schwarzen Dschungels ist überwältigend. Nach zwei Stunden regungslosen Wartens wird sie jedoch so monoton, dass uns die müden Augen zufallen, Mücken und Hitze verhindern jedoch bei fast allen das Einschlafen. Am Ende müssen wir unverrichteter Dinge über schlangenbauchartige Bambuswurzeln zurück ins Camp gehen.

Am nächsten Morgen fährt eine der Gruppen mit Alfredo flussaufwärts. Der unberührte Regenwald grenzt hier an ein Indianerreservat und an militärisches Übungsgelände. Ich begegne auf dem Serra Trail, wo wir nach zwei Pfeilgiftfroscharten suchen, meinen ersten Wanderameisen (Eciton sp.) und überhaupt ist es schwierig, mehrere Zentimeter weit zu kommen, ohne dass ich durch eine neue Ameisen-Entdeckung aufgehalten zu werden. Die Vielfalt ist nicht zu beschreiben. Von einem Aussichtspunkt aus sehen wir die andere Gruppe, die mit dem Führer Jorge und Rainer Radtke zum 50 m hohen Beobachtungsturm gegangen sind, um dort erste Vögel und Affen zu beobachteten.

 

Ziel erreicht
18. Februar 2009 von brasilienexkursion

Wir haben es geschafft. Nach 52 Stunden haben wir endlich das Hotel der Rio Cristalino Lodge erreicht. Eine kleine Buspanne war uns noch im Weg, der Rest verlief reibungslos aber holprig. Viel mitbekommen haben wir davon aber nicht, alle verfielen mit Einbruch der Dunkelheit gegen halb acht in einen tiefen Schlaf.

 

Foto: RR

Eben haben wir unser suesses Fruehstueck bei gefuehlten 200 Prozent Luftfeuchtigkeit herunter geschlungen und muessen nun auch schon weiter. Dieses mal mit einem weniger hochwertigen Bus, der damit perfekt an die Schlammpiste angepasst ist, die wir nun anpeilen. Danach geht es noch ein Stueck weiter mit dem Boot, bis wir dann endlich unser endgueltiges Ziel am Rio Cristalino erreichen. Dort haben wir kein Internet, damit ist in den naechsten Tagen kein Lebenszeichen von uns zu erwarten.

Die ersten Eindruecke der Fauna im hoteleigenen Garten sind schon fast ueberwaeltigend. Trotz Hunger bestaunten wir vor dem Fruehstueck noch die riesigen Schmetterlinge und zu meiner besonderen Freude bekam ich meine erste Blattschneiderameisenstrasse in Natura zu sehen.

Warten in Sao Paulo
17. Februar 2009 von brasilienexkursion

Wir sitzen fest. Wie schon fast zu erwarten war, haben wir unseren Anschlussflug von Sao Paulo nach Cuiabá verpasst. Gestern saßen wir planmäßig um 22.40 Uhr im Flieger, bald setzte sich dieser auch in Bewegung, doch nach einer Viertelstunde Herumfahren, fragten wir uns schon, ob wir denn noch abheben würden. Das taten wir nicht, der leichte Sprühregen fror wohl auf den Tragflächen fest und die mussten erst einmal enteist werden. Mit brasilianischer Pünktlichkeit hoben wir schließlich gegen viertel vor zwölf vom deutschen Boden ab.


Kurz nach Sonnenaufgang (ca. 7.30 Ortszeit) landeten wir und fuhren die Rolltreppe hinunter in die noch nicht zu heiße Dampfküche des Aeroporto International de Sao Paulo/Guarulhos. Weiterlesen »

Flug und Fleisch
10. Februar 2009 von brasilienexkursion

Schon Darwin lernte auf seinen von Gauchos begleiteten Streifzügen durch Südamerika die hervorragende lokale “Küche” kennen. Manches Rind wurde da zum Abendessen geschlachtet - gerne geröstet mit dem Fell nach unten oder gebraten über einem Feuer aus den eigenen, gesäuberten Knochen. Der Gaucho selbst rührte auf den Pampas Monate hintereinander nichts als Fleisch an.

 

Foto: Radtke

Der Plan
31. Januar 2009 von brasilienexkursion

In gut zwei Wochen geht es los. Am 16. Februar startet die alljährlich stattfindende Tübinger Brasilien-Exkursion unter der Leitung von Dr. Rainer Radtke und Dipl-Biol. Michael Koltzenburg. In einer 22 Frau und Mann starken Gruppe, die sich aus Studierenden der Biologie und Geoökologie, einigen Wissenschaftlern und den beiden Mitarbeitern des Botanischen Gartens Tübingen, Brigitte Fiebig und Andreas Binder, zusammensetzt, werden wir uns vier Wochen lang unter anderem durch das südliche Amazonien und das Pantanal, eines der größten Binnen-Feuchtgebiete der Erde, schlagen. Dabei werden wir eine unglaubliche Artenvielfalt, aber auch endlose Sojafelder, die von maßloser Umweltzerstörung zeugen, zu sehen bekommen. Dass das kein Spaziergang wird, kann man im Blog (hier) von Axel Weiß nachlesen. Der Umwelt-Fachredakteur des SWR begleitete die letzte Exkursion und führte währenddessen sein vielbesuchtes Internet-Tagebuch.

In diesem Jahr möchte ich zusammen mit den anderen daran anknüpfen und immer, wenn wir aus dem Sumpf wieder an einen Telefonanschluss kommen, von den neuesten biologischen Beobachtungen und geoökologischen Erkenntnissen berichten, sowie den Abenteuern, die es brauchte, um erste Einblicke in die Landeskunde zu gewinnen. Ich wünsche euch jetzt schon viel Spaß beim Lesen! – Felix Moll

Damit ihr nicht den Dschungel vor lauter Bäumen aus den Augen verliert, folgt eine (notgedrungen etwas grobe) Übersicht über unsere Reiseroute.

 


Abflug am 16. Februar ab Frankfurt um 20.05 Uhr

1. (17.02.09, 04.55Uhr) São Paulo –> Flughafen Cuiabá

Tübinger Brasilien-Exkursion 2010 > Klicken Sie auf das Bild unten

K O N T A K T